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Transzendenz: Humanes Privileg? - Kein Platz für Tiere?

 
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Alexandros



Anmeldedatum: 03.10.2009
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BeitragVerfasst am: 04.10.2009, 06:02    Titel: Transzendenz: Humanes Privileg? - Kein Platz für Tiere? Antworten mit Zitat

Die Bibel und die christlichen Kirchenväter und der katholische Katechismus unter Federführung Kardinal J. Ratzingers (heute das Oberhaupt von Milliarden Christen) haben uns den Respekt vor der Einheit des Ganzen der Schöpfung genommen und das Leben aufgespalten in eine unbewußt thumbe temporär biologische Esxistenz niederer Ordnung und in ein hehres, privilegertes, ewig währendes Sein. - Und so sieht auch die Welt aus.

Ausgerechnet das Geshöpf, das seine ethischen Verhaltensnormen ersatzweise aus Büchern und Traktaten anonymer Autoren ableitet, die Gott und seine Attribute aus Erfahrung nicht kennen und nicht kennen können, und ihren Gott aus Sagen, Geschichten und Märchen anthropomorph verdichten,
ausgerechnet das Geschöpf, das ausschließlich für sich hehres, ewig währendes Sein im Strahlenkranz einer alles liebenden und Mitleid fordernden Gottheit beansprucht,
ja ausgerechnet dieses von eben diesem seinem Gott über alles geliebte Geschöpf ist das bewußt(!) lebensfeindlichste Wesen, das seinen Lebensraum samt allem Leben in einen es selbst vernichtenden Vernichtungszyklus treibt.

In dieser dieses Gottes Welt der Herren und Sklaven können und dürfen Tiere keinen Ort und keine Seele haben. Die hat nach der Gottheit Willen nur der Privilegierte, der Geliebte, und mit allem Beschenkte. Folgerrichtig haben Tiere natürlich auch kein Bewußtsein. was der Privilegierte gar nicht erst zu bewesein Not hat. Folgerichtig sind Tiere im zum Gebrauch und Verbrauch überlassen, da ohnenhin Ausschuß der Evolution auf dem Wege zum göttlich auserwählt bekrönten Menschen.

Nur: Menschen, die einmal in die Augen eines zur Schlachtbank geführten, sterbenden Tieres geschaut haben, Menschen die einmal das abgrundtiefe Leid der "Kreatur" "verinnerlicht erfahren" haben, diese Menschen sind der Erkenntnis fähig, daß die mit Weihrauch geschwängerte Behauptung Tiere hätten keine Bewußtheit und könnten auch seelisches Leid nicht erfühlen und seien nicht prädestiniert für Tranzendenz und Ewigkeit die Bosheit par exelance ist.

Als Nichtchrist sage ich, der ich das Sterben und den Tod der Tiere aus Erfahrung kenne: entweder sie UND wir oder NICHTS ist der Transzendenz anteilig und ewig.

Ich schließe mich der östlichen Weisen an, die milde mahnen, das Leben sei unteilbar. Das Leben sei ein geschaffenes oder gewordenes oder geschaffenes UND gewordenes GANZES im Einklang mit dem Lebensraum, der seine Grenzen vorgibt.

Und ich bin mir gerade im Hinblick auf die karmischen Prozesse sicher, dass der unbereute destruktive, arrogante und ignorante Umgang mit den Tieren Tod-sündhaft ist und Auswirkung auf eine Existenz - wie immer geartet - nach dem Tode haben muß.

Tod und Vergehen verbinden alles was ist. Möglicherweise sind Tod und Vergehen ein Tor, ein Durch- und Übergang. Wie sollte es aber denkbar möglich sein, dass alles hindurch und hinüber geht, aber nur einer, noch dazu jener der, bewußt gegen die Gesetze der Schöpfung verstößt, auf der anderen Seite der Seligkeit ankommt?

"Es gibt keinen Gott, wenn es keine Unsterblichkeit gibt. Denn gäbe es ihn und es wäre ihm gleichgültig und er erwiese sich als fühllos auch nur gegenüber dem kleinsten fühlenden Wesen, so wäre er gleichgpltig uns, die wir denken und fühlen trotz unserer Kleinheit." (E. Drewermann, Ich steige hinab in die Barke der Sonne)

Ich füge hinzu: In meiner Fähigkeit mitzuleiden mit der geschundenen Natur, in meiner fordernden Erwartung, dass sie niemals ausgeschlossen sein kann und darf von der Transformation zum Ewigen, stehe ich höher als der lebensfeindlich polar definierte Gott. Denn wenn die Liebe die Meßlatte ist, übertreffe ich ihn bei weitem, auch wenn ich nichts bin als zerbrechlich und vergänglich - ein Tier also!

Alexander Theodor Trautner Paffrath
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PANTA RHEI
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